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Landesarbeitsstelle Kommunale Präventionszentren

Niedersachsen stärkt die Kommunen in der Präventionsarbeit durch die Gründung einer „Landesarbeitsstelle kommunale Präventionszentren“. Zur ihrer Gründung haben sich am 17. Juni 2020 mehrere Partner mit dem Ziel zusammengeschlossen, bestehende Beratungsangebote auf Landesebene stärker zu bündeln.

In Niedersachsen gibt es ein dichtes Netz in der Präventionsarbeit. So existieren in der Stadt und auf dem Land rund 200 kommunale Präventionsgremien für die (kriminal-)präventive Gestaltung der Lebensverhältnisse und damit für die Schaffung von mehr Sicherheit. In diesen Gremien arbeiten viele Akteure zusammen, zum Beispiel aus der frühkindlichen Bildung und den Schulen, aus der kommunalen Verwaltung oder aus Politik, Vereinen, Polizei und Justiz. Diese lokalen Präventionsexperten sollen künftig noch besser vernetzt werden. Mit der neuen Landesarbeitsstelle können die in den unterschiedlichen Institutionen vorhandenen Kompetenzen für die Kommunen breiter nutzbar gemacht, besser aufeinander abgestimmt und zielgerichteter vermittelt werden.

Beteiligt an der Landesarbeitsstelle sind zunächst der Landespräventionsrat, das Landeskriminalamt, der Gemeinde-Unfallversicherungsverband Hannover / Landesunfallkasse Niedersachsen und das Niedersächsische Institut für frühkindliche Bildung. Die Auftaktveranstaltung zur Einrichtung der Landesarbeitsstelle fand 17. Juni 2020 per Videokonferenz statt.

Dazu die Leiterinnen und Leiter der beteiligten Landesbehörden und Institutionen:

Justizministerin Barbara Havliza: „Der Ansatz der kommunalen Kriminalprävention hat sich bewährt. Es freut mich deshalb besonders, dass durch diese Kooperation die erfolgreiche Arbeit des Landespräventionsrates gestärkt wird. Wir reduzieren Parallelstrukturen und können Kommunen bei ihrer wichtigen Arbeit zielgerichteter unterstützen.“

Der Präsident des LKA Niedersachsen, Friedo de Vries ergänzt: „Das Landeskriminalamt möchte mit seinen zentralen Funktionen für die Prävention der Polizei Niedersachsen dazu beitragen, dem gemeinsamen Anspruch einer gesamtgesellschaftlichen Prävention besser gerecht zu werden. Insbesondere verfolgt das Landeskriminalamt Niedersachsen das Ziel, die kommunale Prävention und die polizeiliche Prävention sowohl auf der Ebene des Landes wie auch auf den kommunalen Ebenen noch besser aufeinander abzustimmen und miteinander zu verschränken.“

Für den Gemeinde-Unfallversicherungsverband Hannover / die Landesunfallkasse Niedersachsen führt der Geschäftsbereichsleiter Prävention, Dr. Frank Hospach, dazu aus: „Entsprechend unseres gesetzlichen Auftrages steht die Prävention an erster Stelle. Dem GUVH / der LUKN ist sehr daran gelegen, in den Bildungseinrichtungen eine Kultur der Prävention zu entwickeln, welche stets die Sicherheit und Gesundheit der Beteiligten im Blick hat um somit Unfälle, Berufskrankheit und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren jetzt und auch in Zukunft zu vermeiden.“

Dr. Bettina Lamm, Leiterin des Niedersächsische Institut für frühkindliche Bildung, erklärt: „Wir unterstützen die Landesarbeitsstelle durch die Bereitstellung seiner fachlichen Expertise im Bereich der entwicklungsorientierten Prävention, insbesondere in Bezug auf Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der Präventionsarbeit im Feld der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung“.

Die Geschäftsstelle des Landespräventionsrates gehört zum Niedersächsischen Justizministerium. Sie wird die Aktivitäten der Landesarbeitsstelle koordinieren. Der Kooperationsverbund ist ausdrücklich offen für die Beteiligung weiterer Partner.