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  • Hilfetelefon - Gewalt gegen Frauen

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  • Download: KLK-Konferenz der Landeskoordinationsstellen Häusliche Gewalt (201 KB)
  • Broschüre: Kinder als Zeugen häuslicher Gewalt (2,7 MB)

Koordinierungsstelle „Häusliche Gewalt“

Gewalt in Beziehungen ist keine Privatsache. Polizei und Staatsanwaltschaft sind verpflichtet, häusliche Gewalt zu verfolgen, Täter können rechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Betroffene haben die Möglichkeit, das Gewaltschutzgesetz zu nutzen, um sich gegen Angriffe und Drohungen abzusichern. Staatliche Unterstützung in Anspruch zu nehmen, fällt von Gewalt betroffenen Frauen dennoch schwer, viele brauchen Information und Ermutigung durch Beratungsstellen und Vertrauenspersonen in ihren Umfeld, um geeignete Auswege aus ihrer Situation zu finden.

Niedersachsen hat mit dem Aktionsplan III zur Bekämpfung häuslicher Gewalt in Paarbeziehungen ein Gesamtkonzept geschaffen, mit dem Intervention und Prävention ressortübergreifend organisiert werden. Gewalt in Beziehungen kann umso eher beendet und umso besser verhindert werden, je mehr alle verantwortlichen Einrichtungen und Behörden ihr Handeln aufeinander abstimmen. Die Koordinationsstelle „Häusliche Gewalt“ unterstützt Netzwerke und Fachkräfte in Polizei, Justiz, Beratungsstellen, Jugendhilfe und Gesundheitswesen bei der Entwicklung und Verstetigung der Interventions- und Präventionsarbeit vor Ort.

Projektinformationen, Informationen für Betroffene sowie Arbeitsmaterialien zum Thema "Häusliche Gewalt" können Sie im Publikationsbereich herunterladen oder kostenlos anfordern.

Die Koordinationsstelle „Häusliche Gewalt“ ist Mitglied der Konferenz der Landeskoordinierungsstellen und Interventionsprojekte gegen häusliche Gewalt (KLK).

Aktuelles:

  • Häusliche Gewalt in der Partnerschaft betrifft nicht nur die beteiligten Frauen und Männer. Kinder erleben nicht selten mit, wie die Mutter oder der Vater bedroht, gedemütigt oder auch körperlich angegriffen werden. Dieses Miterleben bleibt nie folgenlos; auch Kinder sind Opfer der Demütigung, die ein Elternteil durch den anderen erfährt.                         
    Im Rahmen der Umsetzung des Aktionsplanes III zur Bekämpfung häuslicher Gewalt in Niedersachsen wurden fünf Modellprojekte zur Unterstützung von Kindern über einen Zeitraum von drei Jahren gefördert. Die Broschüre „Kinder als Zeugen häuslicher Gewalt“ umfasst die Erfahrungsberichte aus den Modellprojekten.
  • Am 12. Und 13. Dezember 2018 förderten der Landespräventionsrat Niedersachsen und das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung in Zusammenarbeit eine Fortbildung mit dem Thema „Gefährdungseinschätzung und Fallmanagement bei Hochrisikofällen von häuslicher Gewalt“. Die Referentinnen Kornelia Krieger, Olga Barbje und Monika Holtkamp haben das sog. „Osnabrücker Modell“ entwickelt und bilden bundesweit Berufsgruppen zu den Themen Risikoeinschätzung und Sicherheitsmanagement fort. So erlernten auch die Teilnehmenden der zweitägigen Fortbildung den Umgang mit Hochrisikofällen häuslicher Gewalt.  

    Im Rahmen der Veranstaltung fanden auch Dreharbeiten des Senders „Das Erste“ statt. Die Aufnahmen wurden im Rahmen einer fünfzehnminütigen Sequenz zum Thema Häusliche Gewalt in der Serie des Mittagsmagazins gezeigt.