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Sicherheitspartnerschaft im Städtebau in Niedersachsen

Sich in der eigenen Wohnung, im Wohnumfeld und der Stadt oder Gemeinde sicher zu fühlen, ist ein menschliches Grundbedürfnis. Im Bemühen um eine "sichere Stadt" wird die Kriminalprävention im Städtebau zunehmend bedeutender - insbesondere bei der Gestaltung des öffentlichen Raums sowie der Wohnhausarchitektur. Dieses Ziel wird von der Sicherheitspartnerschaft im Städtebau in Niedersachsen (SiPa) umgesetzt.

Der Landespräventionsrat Niedersachsen hat Anfang 2015 die Federführung für die SiPa übernommen, welche im Jahr 2005 gegründet und bis Ende letzten Jahres durch das Niedersächsische Sozialministerium federführend koordiniert wurde. In der Sicherheitspartnerschaft sind 20 staatliche und nichtstaatliche Akteure aus den Bereichen Sicherheit, Bauen, Planen und Wohnen vertreten. Mit der Unterzeichnung der "Vereinbarung über mehr städtebauliche Sicherheit und Kriminalprävention beim Planen und Sanieren von Wohnquartieren" haben sich diese Akteure verpflichtet, in ihrem Tätigkeitsfeld dazu beizutragen, die Sicherheit im Wohnumfeld und im öffentlichen Raum zu erhöhen und so langfristig an der Verbesserung der Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger mitzuwirken.

Die Sicherheitspartnerschaft im Städtebau in Niedersachsen gibt dem Thema Sicherheit in Wohngebieten eine besondere Bedeutung. Um diesen Prozess zu verstärken, hat die Sicherheitspartnerschaft ein Qualitätssiegel für sicheres Wohnen entwickelt. Damit können Wohnobjekte in Städten und Gemeinden, die sich durch spezifische Sicherheitsstandards auszeichnen, eine hohe Lebensqualität aufweisen und aktiv an einem positiven sozialen Umfeld arbeiten, ausgezeichnet werden. Seit 2011 sind insgesamt 26 Objekte, Neubau und Bestand, mit dem Siegel ausgezeichnet worden. Für die Vergabe des Niedersächsischen Qualitätssiegels für sicheres Wohnen werden neben technischen, objektiven Sicherheitsvorkehrungen auch Aspekte einbezogen, die die subjektive, gefühlte Sicherheitslage betreffen. Dabei handelt es sich zum Beispiel um die Förderung von funktionierenden Nachbarschaften, die Gestaltung und Sauberkeit von Innen- und Außenanlagen und die Einbindung und Erreichbarkeit von Versorgungseinrichtungen und Nahverkehrsmitteln. Die Einführung des Qualitätssiegels für sicheres Wohnen soll dazu dienen, die guten Wohnqualitäten in Niedersachsen deutlich sichtbar zu machen.