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13. Niedersächsischer Präventionstag

Datum: 02.03.2022, 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Veranstaltungsort: CongressPark in Wolfsburg
Teilnahmegebühr: 30,- Euro
 

Wir laden Sie herzlich zum 13. Niedersächsischen Präventionstag in den CongressPark am 02. März 2022 in Wolfsburg ein.

In den letzten Jahren ist die Thematik „Hass und Gewalt gegen Amtsträger*innen und Personen des öffentlichen Lebens“ besonders in den Fokus gerückt und erreichte im Jahr 2019 durch den Tod des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke einen traurigen Höhepunkt.
Auch die großen Veränderungen der Lebensumstände durch die Maßnahmen während der Corona-Pandemie stellten die politischen Entscheidungsträger*innen mehr denn je in den Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung.
Unter anderem im Rahmen der neuen Querdenker*innen-Bewegung, aber auch in anderen Kontexten wurden und werden Personen des öffentlichen Lebens Beleidigungen, Bedrohungen und Nötigungen bis hin zu tätlichen Angriffen ausgesetzt.

In zwei Keynote-Vorträgen wird dieses Schwerpunktthema des 13. Niedersächsischen Präventionstages aus Sicht der Forschung sowie im Rahmen eines persönlichen Erfahrungsberichts beleuchtet.
Eine Podiumsdiskussion mit hochrangigen Vertreter*innen der Polizei, Feuerwehr, Kommunalpolitik, kommunalen Prävention, Betroffenenberatung etc. beschäftigt sich unter dem Titel „Was bedeuten Beleidigungen, Drohungen, Hass und Gewalt für Amts- und Mandatsträger*innen und für das Gemeinwohl?  Konsequenzen für die Präventionsarbeit“ mit diesem herausfordernden Problemfeld.

Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung ist die Anerkennung der kommunalen Präventionsarbeit im Rahmen der Verleihung des 1. Niedersächsischen Präventionspreises an drei kommunale Präventionsgremien durch die Niedersächsische Justizministerin.

Neben dem Schwerpunktthema soll die Vielfalt der Präventionsthemen und –projekte in Niedersachsen nicht zu kurz kommen.

Eine Auswahl an Workshops zu unterschiedlichen Themenfeldern der Prävention sowie der „Markt der Möglichkeiten“ werden den 13. Niedersächsischen Präventionstag abrunden und unter anderem wertvolle Informationen für interessierte Teilnehmende bereitstellen.

Um möglichst vielen Interessierten die Teilnahme zu ermöglichen und einen angenehmen, ungezwungenen Aufenthalt zu schaffen, haben wir uns entschieden, die 2G-Regel anzuwenden. Dementsprechend haben nur gegen COVID-19 geimpfte und genesene Personen Zutritt zum CongressPark Wolfsburg. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Veranstaltungshauses werden Masken tragen, alle weiteren Teilnehmenden, die sich entsprechend ausgewiesen haben, werden nach derzeitigem Stand (Oktober 2021) von der Maskenpflicht befreit sein.

Wir freuen uns auf zahlreiche Anmeldungen und die gemeinsame Gestaltung einer gelungenen Veranstaltung.

 

Ablauf

ab 09.00 Uhr   Ankommen und Beginn „Markt der Möglichkeiten“

10.00 Uhr

 

Begrüßung

  • Prof. Dr. Ute Ingrid Haas, Vorstandsvorsitzende des LPR
  • Dennis Weilmann, Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg

Grußwort 
Barbara Havliza, Niedersächsische Justizministerin

Verleihung des 1. Nds. Präventionspreises

Statement
Katrin Stüllenberg, Stüllenberg Stiftung

Laudationen und Preisverleihung
Barbara Havliza, Niedersächsische Justizministerin

Kurzstatements der Preisträger

     
11.00 Uhr   Fachvorträge
Bedrohung und Beleidigung - beim Bürgermeister sind Sie richtig?
Holger Frase, Bürgermeister des Flecken Adelebsen

Gewalterfahrungen von Mitarbeiter*innen in Kommunalen Verwaltungen
Prof. Dr. Johanna Groß, Kommunale Hochschule für Verwaltung in Nds. HSVN
Dr. Jan Arning, Niedersächsischer Städtetag

     
12.00 Uhr   Pause
     

12.15 Uhr

 

Podiumsdiskussion "Was bedeuten Beleidigungen, Drohungen, Hass und Gewalt für Amts- und Mandatsträger*innen und für das Gemeinwohl?           
Konsequenzen für die Präventionsarbeit

  • Axel Brockmann, Präsident des Landespolizeipräsidiums
  • Michael Sander, Landesgeschäftsführer des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen
  • Dr. Jan Arning, Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Städtetags
  • Prof. Dr. Johanna Groß, Kommunale Hochschule für Verwaltung in Niedersachsen HSVN
  • Melanie Blinzler, Projekt „Blick schärfen-gemeinsam gegen Hass“ des Netzwerks "PrimA - Präventionsräte im Nordwesten"
  • Nils Harwick, Anlaufstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Niedersachsen (Regionalbüro Nordost)

    Moderation:
    Prof. Dr. Ute Ingrid Haas, Vorstandsvorsitzende des LPR
     
13.00 Uhr   Mittagspause und „Markt der Möglichkeiten“
     
14.30 Uhr   Foren Phase 1 (8 Foren à 60 min)
     
15.45 Uhr   Foren Phase 2 (8 Foren à 60 min)
     
16.45 Uhr   Verabschiedung
Prof. Dr. Ute Ingrid Haas, Vorstandsvorsitzende des LPR
     
17.00 Uhr   Ende der Veranstaltung


Foren Phase 1

  • 1. SPIELRAUM für Gute Nachbarschaft – das Spiel
    Britta Kreuzer und Johanna Klatt, LAG Soziale Brennpunkte Niedersachsen e.V.

    Demokratie ist ein ernstes Geschäft – wir nähern uns dem spielend! SPIELRAUM für Gute Nachbarschaft ist ein Frage-/Antwortspiel, bei dem nicht Richtig oder Falsch zählen, sondern der Austausch und die Ideen für gemeinsames Gestalten gewinnen. Das Spiel bietet die Möglichkeit, sich mit Demokratie und Möglichkeiten der politischen Teilhabe vor Ort spielerisch auseinanderzusetzen. Die Themenbereiche orientieren sich an den Handlungsfeldern der Gemeinwesenarbeit (GWA). Das Spiel kann unter Nachbarn und auch zusammen mit Politiker:innen, Vertreter:innen der Verwaltung oder in einer Gruppe, einer Initiative/einem Verein gespielt werden. In dem Forum wird das Spiel erprobt und gemeinsam Perspektiven für den möglichen Einsatz entwickelt.

  • 2. Mehr Stimme wagen! Prävention in geschützten Räumen
    Conny Hiller und Julia Pfrötschner, Bonveno gGmbH Göttingen

    Präsentation der Projekte „Sag‘ eS! – Sensibel aktiv gegen erzwungenes Sexualverhalten“ und „BROTHERS – Gewaltprävention bei (geflüchteten) Jugendlichen“.

    Es gibt eine Pandemie, die heißt „Sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen“. Das vom Landespräventionsrat geförderte Projekt „Sag‘ eS!“ versucht mit zahlreichen Maßnahmen bei Kindern, Eltern, Pädagoginnen und Mitarbeiter*innen „professionelles“ Verhalten zu fördern. Daneben wird die Erarbeitung von partizipativen Schutzkonzepten nach den „Mindeststandards zum Schutz von Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ des Bundesfamilienministeriums vorgestellt. Jugendliche aus ehrkulturellen Milieus pendeln häufig bei ihrer Identitätsbildung zwischen gegensätzlichen Werten der Familie und der westlichen Gesellschaft hin und her. BROTHERS verfolgt einen peer-to-peer Ansatz, der sowohl Potentiale als auch Schwierigkeiten von Jugendlichen in den Blick nimmt mit dem Ziel, Integration, Identifizierung mit den demokratischen Werten der Gesellschaft und die Bereitschaft, eine Berufsausbildung zu beginnen zu fördern. Evaluiert vom DFK - Deutsches Forum für Kriminalprävention in Bonn, gefördert vom ESF Europäischer Sozialfonds, Gewinner Niedersächsischer Sozialpreis 2021.

  • 3. Achtsamkeits- und Empathie-basierte Ansätze in der basalen Präventionsarbeit am Beispiel des Lernorts Schule
    Yelda Balkuv und Doris Meißner, Föderation Türkischer Elternvereine in Nds. e.V.

    Aktuell scheinen sich Teile der Bevölkerung – auch im Kontext der Corona-Pandemie – zunehmend in voneinander abgegrenzte ökonomische, kulturelle, soziale, religiöse und politische Milieus zu verlagern und es zeichnet sich gesellschaftlich mehr und mehr Isolation, Stress sowie auch eine starke Spannungsverdichtung ab. Damit einher gehen hohe Entfremdungs-, Segregations-, Aggressions- und Gewaltpotentiale, die ein friedliches, demokratisches und von Vertrauen geprägtes Zusammenleben erschweren.

    Achtsamkeit und Gewaltfreie Kommunikation können zu einem authentischen, gleichwürdigen, integren, verantwortungsvollen und verbindenden Miteinander in der Familie, Schule und Gesellschaft sowie im Arbeitsumfeld beitragen und dadurch auch Überforderungen, Konflikten und Gewalt entgegenwirken.

  • 4. Prävention durch Information – Empowerment von (geflüchteten) Frauen durch Wissensvermittlung über ihre Rechte
    Laura Müller und Maryam Mohammadi, Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. und Franka Wirth, Frauenzentrum GDL Friedland

    Umsetzung der Istanbul Konvention in Niedersachsen: Aufriss, wo werden Frauenrechte missachtet, was sind wichtige Handlungspunkte. Prävention durch Information: Vorstellung Handlungsempfehlungen zur Vermittlung von Rechten und Unterstützungsstrukturen in Erstaufnahmeeinrichtungen. Empowerment in den Kommunen: Vermittlung in den Kommunen

  • 5. Mit Grundschüler*innen über digitale sexualisierte Gewalt ins Gespräch kommen
    Kerstin Kremer und Janna Helms, Fachberatungsstelle Violetta Hannover

    In der Fachberatungsstelle Violetta begegnen uns vermehrt Fälle sexualisierter Gewalt mittels digitaler Medien. Cybergrooming, Cybermobbing oder sexualisierte Belästigung im Netz sind nur ein paar Beispiele von Formen digitaler sexualisierter Gewalt. Mit diesem Phänomen können bereits Grundschüler*innen konfrontiert sein. Mit ihnen darüber präventiv ins Gespräch zu kommen und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, ist die Aufgabe von Erwachsenen. Diese Themen werden behandelt:

    • Wie spezialisierte Fachberatungsstellen arbeiten.
    • Welche Konsequenzen für die Präventionsarbeit aus Fällen sexualisierter Gewalt mittels digitaler Medien gezogen werden können.
    • Wie das Thema mit Kindern besprochen werden kann.
    • Welches Material dabei unterstützt.
  • 6. Prävention, die in ihrer Kommune WIRkt!
    Mario Jansen, GUVH / LUKN, Norbert Kueß, Landeskriminalamt Nds., Meike Sauerhering, nifbe

    In der kommunalen Prävention laufen noch immer viele Aktivitäten unverbunden nebeneinander her. Das gilt vor allem im Bereich der Förderung von Kindern und Jugendlichen. Die fehlende Abstimmung macht sich vor allem in Kitas und Schulen bemerkbar. Einige Kommunen haben sich in den letzten Jahren auf den Weg gemacht, Präventionsaktivitäten besser zu koordinieren und zu planen. Dieser Ansatz erfordert auch eine engere Zusammenarbeit von Akteuren auf Landesebene, die Kommunen bei dieser Arbeit unterstützen wollen. Daher haben der Landespräventionsrat, das Landeskriminalamt, der Gemeinde-Unfallversicherungsverband und das Niedersächsische Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung einen Fachverbund zur Unterstützung der kommunalen Prävention gegründet. Ursprünglich unter dem Titel Landesarbeitsstelle (LAS) angetreten, bietet der Fachverbund unter dem Label „WIRkt!“ Kommunen Beratung und Begleitung bei der Koordination und Planung der Präventionsarbeit an. In dem Workshop möchten wir mit Ihnen ins Gespräch kommen, über eine bedarfsgerechte Unterstützung für Ihre Kommune und ihre Bildungseinrichtungen, eine verbesserte Zusammenarbeit der Akteure in der Kommune und den nachhaltigen Einsatz von wirksamen Präventionsprogrammen vor Ort.

  • 7. Die Bildungs- und Beratungsstelle Phäno – ein Angebot zur Prävention des Linksextremismus
    Carolin Ullrich, Bildungs- und Beratungsstelle Phäno

    Die Teilnehmenden des Forums erhalten einen Überblick über die aktuellen Angebotsinhalte der Bildungs- und Beratungsstelle PHÄNO. Anbei besteht die Möglichkeit interaktive Elemente der Workshops „Verschwörungsideologien“ und „Propagandastrategien“ kennenzulernen und auszuprobieren. 7. Die Bildungs- und Beratungsstelle Phäno – ein Angebot zur Prävention des Linksextremismus Carolin Ullrich, Bildungs- und Beratungsstelle Phäno

    Die Teilnehmenden des Forums erhalten einen Überblick über die aktuellen Angebotsinhalte der Bildungs- und Beratungsstelle PHÄNO. Anbei besteht die Möglichkeit interaktive Elemente der Workshops „Verschwörungsideologien“ und „Propagandastrategien“ kennenzulernen und auszuprobieren.

  • 8. Die Arbeit der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS Niedersachsen) – Antisemitismus sichtbar machen
    Katarzyna Miszkiel-Deppe und Helge Regner, Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Niedersachsen

    Der Workshop gibt eine Einführung in die praktische Arbeit der Recherche- und Informationsstelle RIAS Niedersachsen. Das Thema Antisemitismus wird mithilfe dokumentierter Vorfälle in vielfältiger Weise beleuchtet, anhand von Praxisbeispielen erprobt, um so eine Handlungssicherheit nicht nur für den beruflichen Alltag zu erlangen.

 

Foren Phase 2

  • 9. Homo- und Transfeindlichkeit – (k)ein Thema für unsere Schule? Bildungs- und Antidiskriminierungsarbeit zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt
    Lisa Gutowski, Landesverband SCHLAU Niedersachsen e.V.

    Das Forum gibt eine Einführung in die thematischen Begrifflichkeiten, thematisiert die aktuelle Lebenssituation von lesbischen, schwulen, bi, trans*, inter* und queeren Schüler*innen und diskutiert inwiefern Homo- und Transfeindlichkeit, als ein Merkmal für gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, ein Querschnittsthema für jede Schule in Niedersachsen ist. Zudem wird das Konzept der SCHLAU Bildungs- und Antidiskriminierungsarbeit in Niedersachsen vorgestellt.

  • 10. „Ben und Stella wissen Bescheid!“ Prävention sexualisierter Gewalt für Mädchen und Jungen mit Beeinträchtigungen
    Kerstin Kremer, Fachberatungsstelle Violetta Hannover

    „Was tun gegen sexuellen Missbrauch? Ben und Stella wissen Bescheid!“ ist ein Bildungs- und Präventionskonzept zum Schutz von Mädchen und Jungen mit Beeinträchtigungen vor sexualisierter Gewalt. Es richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 8 - 18 Jahren mit kognitiven Beeinträchtigungen und/oder Entwicklungsverzögerungen, sowie einer möglichen zusätzlichen Körper- und/oder Hörbeeinträchtigung.

    Warum Prävention sexualisierter Gewalt für Mädchen und Jungen mit Beeinträchtigung so wichtig ist, was es dazu braucht und wie die Materialien des Bildungs- und Präventionskonzepts die Arbeit unterstützen und bereichern können, zeigen wir Ihnen in diesem Forum.

  • 11. Präventionskonzepte für Schulen – Ideen, Inhalte, Implementierung
    Bettina Rohse, Johannes Läsche und Gesine Hahn, Regionale Landesämter für Schule und Bildung

    In diesem Forum geht es um Grundlagen, Herangehensweisen und Stolpersteine bei der Erstellung eines Präventionskonzepts. Es wird auch über mögliche Kooperationspartner gesprochen und geklärt, wie eine solches Konzept langfristig implementiert werden kann.

  • 12. Sind Opfer machtlos? Raus aus der Opferrolle, macht los!
    Nejla Coskun, Türkische Gemeinde in Niedersachsen e.V.

    Es gibt Situationen, in denen man sich seinem Schicksal hingibt und machtlos fühlt. Dabei gibt es zwei Rollen, die des Täters und die des Opfers. Der Täter übt Macht aus und das Opfer nimmt bemitleidenswert die Situation so hin. Es scheint dem Opfer, als würde es seinem Schicksal ausgeliefert sein. So zumindest besagt es das Klischee. Die Rolle des Opfers zieht auch seine Vorteile mit sich, beispielsweise jemanden anderen die Schuld zuzuweisen, seine Verantwortung abzugeben. Doch wie kommt man aus der Rolle des Opfers heraus?

  • 13. Verbesserung der beruflichen Handlungssicherheit im Kontext sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche
    Sabrina Döhlinger, Landkreis Hameln-Pyrmont

    Gewalt gegen Kinder und Jugendliche (Fachwissen), sowie eine professionelle Haltung im Kinderschutz sind wesentliche Gelingensfaktoren für die Etablierung von Qualitätsstandards im Kinderschutz. Der Blick auf die fachspezifischen Kompetenzen bezüglich des Erkennens von möglichen Hinweisen auf sexualisierte Gewalt bei Kindern und Jugendlichen erfordert eine systematische, externe Evaluation als Grundlage zum Ausbau von professioneller Handlungssicherheit.

    Vorgestellt wird das „Präventionskonzept gegen sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche“ des Dezernats Jugend des Landkreises Hameln-Pyrmont sowie die Evaluation zur Verbesserung der Handlungsfähigkeit im Kontext sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche.

  • 14. Aufbau einer Präventionskette. Was brauchen Kommunen wirklich?
    Dr. Antje Richter-Kornweitz und Stephanie Schluck, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.

    Nach dem allgemeinen Input folgt die Arbeitsphase an den Themeninseln. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit eine Insel für einen festgelegten Zeitrahmen zu besuchen. An den Themeninseln werden jeweils Vertretungen aus den programmbeteiligten Kommunen und aus der Prozessbegleitung von ihrer Arbeit und ihren Erfahrungen (Praxisimpulse) berichten und einen Austausch moderieren. Diskussionsstränge oder wichtige Ansatzpunkte werden auf Tischdecken oder Metaplanwänden festgehalten.

    Die Teilnehmenden lernen wesentliche Konzeptbausteine von Präventionsketten sowie praktische Beispiele aus der Präventionskettenarbeit in niedersächsischen Kommunen kennen. Sie erfahren, wie wirkungsorientiertes Arbeiten in Präventionsketten umgesetzt werden kann. Beim anschließenden Austausch zu bereits gemachten Erfahrungen, offenen Fragen und Herausforderungen werden Haltung und Handeln in der Armutsprävention reflektiert.

  • 15. Kommunale Umgangsstrategien bei rechtsextremen Bedrohungen
    Kristin Harney, Mobile Beratung Niedersachsen gegen Rechtsextremismus für Demokratie

    Hassnachrichten und Beleidigungen, Sachbeschädigung, gewalttätige Angriffe bis hin zum Mord - Bedrohungen und Anfeindungen gegenüber haupt- und ehrenamtlich Tätigen in Kommunalpolitik und -verwaltung haben in den letzten Jahren zugenommen. Die Angriffe gehen dabei nicht nur von neonazistischen Akteur*innen aus, sondern auch von Personen, die scheinbar nicht der organisierten extremen Rechten angehören. Zur Zielscheibe werden insbesondere Personen, die sich für ein solidarisches und gleichberechtigtes Miteinander in der Gesellschaft einsetzen. Häufig geraten aber auch Verwaltungsmitarbeiter*innen ins Visier von Hassbotschaften, weil sie zufällig für ein Thema zuständig sind, das radikale Rechte für eine Raumaneignung nutzen möchten. Für eine demokratische Kultur ist es deshalb wichtig, sich (extrem) rechten Angriffen entgegenzustellen und die Betroffenen konsequent zu schützen und unterstützen. Das Panel gibt einen Überblick über Ziele und Praxen rechter Einschüchterungsversuche, erläutert, welche Handlungsmöglichkeiten Parteien und Verwaltung haben und wie Unterstützung für Betroffene aussehen kann.

  • 16. Mit Podcasts Orientierung geben: Die PINs-Serie des L-DZ
    Dr. Menno Preuschaft und Carolin Scholz, Landespräventionsrat Niedersachsen

    PINs steht für "primärpräventive Intervention Niedersachsen" und bietet Fachkräften im schulischen wie außerschulischen Bereich Informationen und Hilfestellungen zum Umgang mit Konfliktlinien in den Bereichen

    • religiös-begründete Radikalisierung,
    • anti-muslimischer Rassismus,
    • Konflikte zwischen Religions- und Meinungsfreiheit.
       
    Im Forum wird das Format vorgestellt und auf Möglichkeiten des präventiven Umgangs mit Konfliktlagen eingegangen.