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Digitale Fortbildung „Gefährdungseinschätzung und Fallmanagement bei Hochrisikofällen von häuslicher Gewalt“

Beginn: 21.10.2021, 08:45 Uhr
Ende: 22.10.2021, 13:00 Uhr
Veranstaltungsort: Digital | Online
Teilnahmegebühr: kostenlos
 

In den vergangenen Jahren wurden in Niedersachsen viele Maßnahmen entwickelt, um von häuslicher Gewalt Betroffene besser zu schützen und zu unterstützen. Die Perspektive von häuslicher Gewalt als private Angelegenheit wechselte mit zunehmender Enttabuisierung zu häuslicher Gewalt als gesellschaftliches Problem. Meilensteine dieser Entwicklungen waren das Inkrafttreten des Gewaltschutzgesetzes zum 01.01.2002 sowie die Schaffung und Fortschreibung des ressortübergreifenden Landesaktionsplans zur Bekämpfung häuslicher Gewalt in Paarbeziehungen.

Gleichwohl gibt es auch immer wieder Konflikte in Paarbeziehungen, die eskalieren und teilweise sogar tödlich enden. Die Aufarbeitung dieser Geschehen zeigte, dass es an unterschiedlichen Stellen Hinweise auf die spätere Eskalation gab, deren zusammengefasste Kenntnis in einzelnen Fällen zur Prävention der Eskalation geeignet gewesen wäre. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit in diesem Bereich erfordert nicht bloß eine sehr gute Vernetzung der einzelnen Akteurinnen und Akteure, sondern auch das Wissen um das Erkennen von und den Umgang mit Hochrisikofällen.

Die Referentinnen haben das sog. „Osnabrücker Modell“ entwickelt und bilden bundesweit unterschiedliche Berufsgruppen zu den Themen Risikoeinschätzung und Sicherheitsmanagement fort.

In der zweitägigen Fortbildung erlernen die Teilnehmenden den Umgang mit Gefährdungseinschätzungsinstrumenten. Sie werden das Erstellen fachlicher Beurteilungen auf Grundlage von Ergebnissen der Gefährdungseinschätzungsinstrumente und der Ermittlung weiterer erschwerender Faktoren kennenlernen. Sie erarbeiten Sicherheitsmaßnahmen und erhalten einen Überblick über die Grundsätze für die interinstitutionelle Arbeit. Die Teilnehmenden werden dazu in die Lage versetzt, Fallkonferenzen durchzuführen und sich fachkompetent an Sicherheitsplanungen zu beteiligen.

Referentinnen:

  • Kornelia Krieger (Lehrerein und systemische Familientherapeutin)
  • Olga Barbje (Sozialarbeiterin B.A. und systemische Beraterin)
  • Maike Ahlrichs (Kriminalhauptkommissarin)
  • Julia Marx (Sozialarbeiterin B.A. und systemische Beraterin in Ausbildung)

Termin:

21.10.2021 von 09.00 – 17.00 Uhr, Einlass in Zoom um 08.45 Uhr

22.10.2021 von 09.00 – 13.00 Uhr, Einlass in Zoom um 08.45 Uhr