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Verantwortung übernehmen im Norden

Datum: 23.10.2019, 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Veranstaltungsort: Centrum, Buntentorsteinweg 24/26, 28201 Bremen
Teilnahmegebühr: kostenlos
 

"Demokratie in Gefahr? Autoritäre Verheißungen in einer komplexen Welt"

 

Ein Fachtag der Kooperation „Verantwortung übernehmen im Norden – Projekte und Programme gegen Rechtsextremismus und Gewalt“

 

Der Fachtag findet, am 23.10.2019, in Bremen im Martinsclub statt.

Ziel der Veranstaltung ist die Information über aktuelle Entwicklungen und Hintergründe zum Thema Rechtspopulismus und Rechtsextremismus sowie der Austausch und die Vernetzung von Aktiven in diesen Themenbereichen.

Zielgruppe sind Expertinnen und Experten aus den Bereichen Beratung, Bildung, Jugendhilfe, Sicherheit, Medien, Präventionsfachkräfte und ggf. andere Interessierte. Auch Studierende werden angesprochen. Die Tagung richtet sich aufgrund des Themas an ein Fachpublikum.

Gesamtkoordination und Veranstaltungsort für 2019 ist das LDZ-Bremen. Der LPR ist seit Bestehen Kooperationspartner und nimmt an der Lenkungsgruppe teil.

Die Lenkungsgruppe „Verantwortung übernehmen im Norden“ möchte mit dem Fachtag Einblicke in interdisziplinäre Erklärungsmodelle für die Abkehr von Demokratie und der Hinwendung zu autoritären Strukturen geben. Neben dem Einfluss von sozioökonomischen und machtorientierten Interessen werden die Bedeutung sozialer Konflikte herangezogen, genauso wie sozialpsychologische Erklärungsansätze. Ergänzend werden Ideen vorgestellt, die eine Auseinandersetzung mit der Frage: „Was meint eigentlich Demokratie?“ anregen und die Entwicklung eines positiven Narratives von demokratischer Partizipation ermöglichen.

Demokratie unter Druck - rechtspopulistische Parteien und autoritäre Bewegungen erhalten zunehmend europaweit und gesellschaftsübergreifend Zuspruch. Neoliberalismus, Globalisierung, Demokratisierungsprozesse, Individualismus und kultureller Pluralismus produzieren eine zunehmende Komplexität der eigenen Lebenswelt. Viele Menschen fühlen sich nicht mehr gehört, handlungsunfähig und haben Zukunftsängste. Aus ihrer Sicht bieten die Regierungen keine ausreichenden Rezepte gegen wachsende soziale Konflikte. Antidemokratische Tendenzen nehmen zu, persönliche Grundrechte werden eingeschränkt - die Flucht ins Autoritäre erscheint verheißungsvoll. Aber was macht rechte, autoritäre Lösungsansätze so interessant für Menschen und was bietet die Flucht in extreme Weltbilder? Kann autoritäre Politik eine Antwort auf die Sehnsucht nach Sicherheit und Ordnung sein? 

 

Mit Vorträgen von:

Lynn Berg | Wissenschaftliche Referentin, Leitung des Themenbereichs Rechtspopulismus, soziale Frage und Demokratie am FGW, Düsseldorf

Gesellschaftliche Desintegrationsprozesse – Eine Gefahr für die Demokratie? Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf autoritäre Entwicklungen in Gesellschaft und Politik

 

Dr. Sebastian Winter | Verwaltungsprofessur für Heilpädagogik, an der Hochschule Hannover, Mitherausgeber „Freie Assoziation. Zeitschrift für psychoanalytische Sozialpsychologie“

Die Wiederkehr des Autoritären Charakters. Warum extrem rechte Weltanschauungen affektiv attraktiv wirken können.

 

Nach den Vorträgen findet eine Vertiefung der Themen in Workshops statt.

Der genaue Tagesablauf sowie die Inhalte der Workshops folgen in Kürze. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Die Veranstaltungsräume sind barrierefrei erreichbar.

 

Anmelden können Sie sich ab jetzt unter anmeldung-demokratiezentrum@soziales.bremen.de (Angaben: Name, Institution und Kontakt)

Aktualisierte Informationen finden Sie auch auf der Website demokratiezentrum.bremen.de

Veranstaltende: Verantwortung übernehmen im Norden – Projekte und Programme gegen Rechtsextremismus und Gewalt – Eine Kooperation der Landespräventionsräte Niedersachsen und Schleswig-Holstein, der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Hamburg, der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern| Landeskoordinierungsstelle für Demokratie und Toleranz, dem DGB Nord sowie dem Demokratiezentrum Land Bremen gemeinsam mit dem Zentrum Demokratische Bildung angesiedelt bei Arbeit und Leben.

Die Veranstalter behalten sich vor, Personen, die durch ihre Partei- bzw. Organisationszugehörigkeit der extremen Rechten zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.