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Gefährdungseinschätzung und Fallmanagement bei Hochrisikofällen von häuslicher Gewalt

Beginn: 12.12.2018, 10:00 Uhr
Ende: 13.12.2018, 16:00 Uhr
Veranstaltungsort: Torhaus, Siebstraße 4, 30171 Hannover, Räume 1 und 2 (EG)
Teilnahmegebühr: keine
 

In den vergangenen sechszehn Jahren wurden in Niedersachsen viele Maßnahmen entwickelt, um von häuslicher Gewalt Betroffene besser zu schützen und zu unterstützen. Die Perspektive von häuslicher Gewalt als privater Angelegenheit wechselte mit zunehmender Enttabuisierung zu häuslicher Gewalt als gesellschaftlichem Problem. Meilensteine dieser Entwicklungen waren das Inkrafttreten des Gewaltschutzgesetzes zum 01.01.2002 sowie die Schaffung und Fortschreibung des ressortübergreifenden Landesaktionsplans zur Bekämpfung häuslicher Gewalt in Paarbeziehungen.

Gleichwohl gibt es auch immer wieder Konflikte in Paarbeziehungen, die eskalieren und teilweise sogar tödlich enden. Die Aufarbeitung dieser Geschehen zeigte, dass es an unterschiedlichen Stellen Hinweise auf die spätere Eskalation gab, deren zusammengefasste Kenntnis in einzelnen Fällen zur Prävention der Eskalation geeignet gewesen wäre. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit in diesem Bereich erfordert nicht bloß eine sehr gute Vernetzung der einzelnen Akteurinnen und Akteure, sondern auch das Wissen um das Erkennen von und den Umgang mit Hochrisikofällen.

In der zweitägigen Fortbildung erlernen die Teilnehmenden den Umgang mit Gefährdungseinschätzungsinstrumenten sowie das Erstellen fachlicher Beurteilungen auf Grundlage dieser Einschätzung. Zudem gibt die Einführung in das Fallmanagement einen Überblick zu den Grundätzen der interinstitutionellen Zusammenarbeit. Die Teilnehmenden werden dazu in die Lage versetzt, Fallkonferenzen durchzuführen und sich fachkompetent an Sicherheitsplanungen zu beteiligen.

Referentinnen:
Kornelia Krieger (Lehrerein und systemische Familientherapeutin), Olga Barbje (Sozialarbeiterin B.A. und systemische Beraterin) und Monika Holtkamp (Kriminalhauptkommissarin, PI Osnabrück) haben das sog. „Osnabrücker Modell“ entwickelt und bilden bundesweit unterschiedliche Berufsgruppen zu den Themen Risikoeinschätzung und Sicherheitsmanagement fort.

Ablauf:

12.12.2018

10.00 Uhr

10.30 Uhr



13.00 Uhr

13.45 Uhr


17.00 Uhr



13.12.2018

09.00 Uhr

 

12.00 Uhr

12.45 Uhr



16.00 Uhr

 

Ankommen und Begrüßungskaffee

1. Teil:
Einstieg und Grundlagen



Mittagspause

2. Teil:
Gefährdungseinschätzung


Ende des ersten Veranstaltungstages





3. Teil:
Sicherheitsplanung


Mittagspause

4. Teil:
Fallmanagement


Ende der Veranstaltung

Tagungsort und Anreise:
Landespräventionsrat Niedersachsen, Siebstraße 4, 30171 Hannover, Tagungsräume 1 und 2 (EG), Anfahrtsbeschreibung.
Die Veranstaltungsräume sind barrierefrei. Sollten Sie auf Unterstützungsbedarf angewiesen sein, geben Sie dies bitte mit Ihrer Anmeldung an.

Anmeldung:
Bitte melden Sie sich bis zum 30. November 2018 online an unter www.lpr.niedersachsen.de. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Christiane Klages, 0511-120 8703, christiane.klages@mj.niedersachsen.de.