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Sozialräumliche Prävention in Netzwerken (SPIN): Implementierung des Programms “Communities That Care (CTC)” in Niedersachsen

Im Rahmen des Projektes „SPIN – Sozialräumliche Prävention in Netzwerken“ adaptierte der Landespräventionsrat Niedersachsen in Kooperation mit der LAG Soziale Brennpunkte Nds. e. V.  das Steuerungsinstrument für die Präventionsarbeit “Communities That Care - CTC” und setzte dies erstmals im deutschen Sprachraum in Niedersachsen modellhaft um.

Das in den USA entwickelte Programm hat die sozialräumliche Steuerung der Prävention von jugendlichem Problemverhalten in den Bereichen Gewalt, Kriminalität, Alkohol- und Drogenmissbrauch, Schulabbruch, Teeenager-Schwangerschaften, sowie Depressionen und Ängste zum Gegenstand.
CTC geht von gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Wirkung und das Zusammenspiel verschiedener Risiko- und Schutzfaktoren in den vier Bereichen Familie, Schule, Wohnumfeld, sowie den Peer-Groups der Jugendlichen aus.

Zu den im Rahmen von CTC verwendeten Instrumenten gehören:

  • eine repräsentative Schüleruntersuchung, mit der die bestehenden Risiko- und Schutzfaktoren für das Auftreten von jugendlichem Problemverhalten, sowie dessen Ausmaß in einem bestimmten Gebiet präzise gemessen werden können
  • eine für kommunale Leitungskräfte und die Umsetzer vor Ort entwickelte Trainings- und Schulungsreihe, die diese in die Lage zu versetzt, auf der Basis der vorhandenen Daten ein gemeinsames Handlungskonzept zu entwickeln
  • eine Zusammenstellung von in Deutschland verfügbaren, auf ihre Wirksamkeit geprüften bzw. erfolgversprechenden manualisierten Präventionsmaßnahmen und -programmen. Programme werden im Rahmen dieser "Grünen Liste Prävention" so dargestellt, dass erkennbar ist, welche Risikofaktoren sie effektiv mindern und welche Schutzfaktoren sie stärken können.

CTC beinhaltet eine Langzeitstrategie, um die lokalen Aktivitäten im Bereich der Prävention verstärkt

  • auf den tatsächlichen Bedarf zu lenken (Analyse mittels Schülersurvey)
  • aufeinander abzustimmen (Entwicklung eines Sozialraumprofils und lokaler Aktionspläne)
  • in ihrer Qualität zu verbessern (Verwendung geprüfter Präventionsprogramme im Rahmen lokaler Aktionspläne)

In der Projektlaufzeit von SPIN von 12/2008 – 12/2012 wurde CTC in drei Modellstandorten in Niedersachsen erprobt. Die drei Modellstandorte waren:

  • die Landeshauptstadt Hannover (Stadtteil Mühlenberg)
  • Göttingen (Kooperation Stadt Göttingen und Jugendhilfe Göttingen e.V., Stadtteil Weststadt)
  • und das Emsland (Kooperation Landkreis Emsland und Polizeiinspektion Emsland/ Grafschaft Bentheim, Samtgemeinden Freren, Sögel, Spelle und Werlte).

Partnerschaften

  • Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Soziale Brennpunkte Niedersachsen e. V.(strategischer Partner) 
  • Fachhochschule Köln – Fakultät für angewandte Sozialwissenschaft (Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation)
  • arpos institut Sozialwissenschaften für die Praxis, Hannover (Durchführung Schülersurvey)
  • Nederlands Jeugd Instituut (NJI), Utrecht, NL (Beratung und Unterstützung)

Lenkungskreis auf Landesebene

  • Landespräventionsrat Niedersachsen
  • LAG Soziale Brennpunkte
  • Niedersächsisches Justizministerium
  • Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration
  • Niedersächsisches Kultusministerium
  • Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport
  • Niedersächsische Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände

Finanzierung

SPIN wurde finanziert durch Mittel des Niedersächsischen Justizministeriums und des Nds. Ministeriums für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit; der Europäischen Union (Rahmenpartnerschaft Kriminalprävention und Kriminalitätsbekämpfung) sowie der Klosterkammer Hannover.